Gedanken/ Anregungen

Natur­ Erfahrung

„Die Langsamkeit bietet die Chance, das, was wir tun, auch zu erleben.“ Henriette Wilhelmine Hanke

Gerade in der aktuellen, manchmal hektischen Zeit ist es immer wieder ein Geschenk, Zeit in und mit der Natur zu verbringen. Sie lädt uns ein tief durchzuatmen, langsamer zu werden, achtsam
unterwegs zu sein, im Moment anzukommen. Sie schafft es, zu verzaubern mit ihrer Schönheit und Lebendigkeit. Ein knorriger Baum am Wegrand, eine duftende Blume, dem Flügelschlag einer Biene lauschen…
Ein unerschöpflicher Schatz an Natur­ Juwelen und elementaren Kräften. In diesem Sinne sind wir mit Nat­-Ur­-Verbunden unterwegs. Der Schwerpunkt liegt mehr auf einem sanften Unterwegssein, als auf einer sportlichen Leistung. Es bleibt Zeit zum Verweilen und Geniessen. Dennoch legen wir teilweise auch weitere Strecken zurück, weil gerade die besonderen Orte im Emmental und Entlebuch meist abgelegen sind und vielleicht gerade deshalb ihren Zauber behalten.

Märchenschätze

„Keine andere Dichtung versteht dem Herzen so feine Dinge zu sagen, wie das Märchen“ J. G. von Herde

Ein Märchen oder eine regionale Sage, in freier Natur erzählt, kann eine ganz besonderen Kraft entfalten. Dies vermag mitunter eine Brücke zu bauen, die zu einem tieferen Naturverständnis führt und so auch zu einem achtsamen und respektvollen Umgang mit der Natur. Die überlieferte Mythologie eines Baumes, die Geschichte einer Pflanze, eine Sage an einem ganz bestimmten Ort lässt uns manches mit einer vielleicht ungewohnten Brille betrachten und vermag so neue Bilder und Empfindungen zu öffnen.

„Denkanstösse, die durch Märchen gegeben werden, können neue ungeahnte Lebensperspektiven eröffnen und damit heilende Kräfte freisetzen.“ Elfriede Kleinhans im Märchenforum Nr. 68

Märchen frei erzählt, ermöglichen unserer Vorstellungskraft Bilder entstehen zu lassen, die sich automatisch mit eigenen Empfindungen verknüpfen. Sie erzählen von unterschiedlichsten Lebensthemen, Seelenbildern, Entwicklung und Wandlung. Sie vermögen mitunter Mut zu machen. Mut, seinem eigenen „Ruf“ zu folgen- mit Vertrauen ins Leben und ins Unbekannte.

Wild- & Heilpflanzen

„Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt“   Khalil Gibran

Unsere Wild & Heilpflanzen bergen einen grossen Schatz an vielseitigen Heilkräften. Auf unseren Wanderungen zeigen wir verschiedene Zugänge über alle Sinne. Gehen auf Wirkung und Anwendungsmöglichkeiten ein, aber auch auf alte Bräuche und Mythen. Um alles in einem Tag zu erfassen ist die Vielfalt unserer Heilpflanzen aber zu gross, vielmehr wollen wir auch Platz lassen für Interessen der Gruppe und gehen auf einige ausgewählten Pflanzen tiefer ein. Ich bin überzeugt, das Heilkräuter, die wir selber sammeln und verarbeiten, eine besondere Wirkung entfalten können. Eine Verbindung entsteht schon unterwegs und nicht zuletzt ist schon das Sammeln, das Schlendern durch Wald und Wiese oder eine Wanderung in den Bergen, an sich heilsam. Aber auch wenn ich das Naturheilmittel in der Apotheke kaufe und dabei ein Bild von der Pflanze habe, einen Bezug dazu, wo sie gerne wächst, wie sie riecht, etc., schafft das Verbindung zum Heilmittel.

Viele Wildpflanzen eignen sich auch wunderbar, um unsere Speisen zu bereichern. Sie bergen vielfach weit mehr Nährstoffe als herkömmliches Gemüse. Nebst ihrer vitalen Grünkraft bergen sie auch interessante Geschmacksnoten. Ich freue mich im Frühling jeweils sehr auf den ersten Wildkräutersalat, auf seinen starken, intensiven Geschmack. Zudem spriessen die Wildkräuter viel früher, als beispielsweise der erste Kopfsalat im Garten.